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8 Wege sich besser vor einem neuen Schlaganfall zu schützen

270.000 Schlaganfälle ereignen sich jährlich in Deutschland, etwa 200.000 davon sind erstmalige Schlaganfälle. Insgesamt gibt es allein in Deutschland rund 126.000 neue Schlaganfall Überlebende pro Jahr!

In der Hälfte der Fälle ereignet sich der zweite Schlaganfall bereits innerhalb der ersten Woche. Peter M. Rothwell, Mediziner und Dozent an der Universität Oxford in England und seine Kollegen fanden heraus, dass 5,1% der Patienten mit einer anfänglichen „transitorischen ischämischen Attacke“ innerhalb der nächsten 24 Stunden einen Schlaganfall erlitten. Dieses frühe Wiederauftreten machte 52% aller Schlaganfälle der nächsten sieben Tage aus, und 42% aller Schlaganfälle der ersten 30 Folge-Tagen, wie das Oxford Biomedical Research Centre berichtet.

 

Während Sie kurzzeitig hintereinander eintretende Schlaganfälle wahrscheinlich nicht durch Veränderungen Ihrer Ernährung- oder Schlafgewohnheiten verhindern können, ist es jedoch möglich Ihr langfristiges Risiko eines erneuten Schlaganfalls zu senken. In der Tat haben Sie viele Risikofaktoren, für einen Schlaganfall unter Ihrer Kontrolle.

Hier sind acht wirksame Möglichkeiten, wie Sie selbst Verantwortung übernehmen und Ihre Risiken verringern können, bevor der nächste Schlaganfall ereignet.

© Pixabay

1. Machen Sie mehr Sport

Eine Studie aus dem Jahr 2012 zeigte, dass Frauen, die an sechs Tagen in der Woche täglich einen 30 minütigen Spaziergang machten, dadurch ihr Schlaganfallrisiko reduzieren konnten. Die sportliche Betätigung muss nicht zeitintensiv oder anstrengend sein. Versuchen Sie einfach, jeden Tag einige Minuten aktiv zu sein und sich zu bewegen.

2. Senken Sie Ihren Blutdruck

Unkontrollierter Bluthochdruck kann das Risiko eines Schlaganfalls vervierfachen. Hier sind ein paar Tipps, wie Sie dieses Risiko mindern:

  • Essen Sie nicht mehr als etwa einen halben Teelöffel Salz pro Tag.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, fettarmen Milchprodukten und Fisch.
  • Verzichten Sie so gut es geht auf cholesterinreiche Lebensmittel wie Eiscreme, Käse und Hamburger.

Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie Ihren Blutdruck nicht durch eigene Bemühungen kontrollieren können. Eventuell benötigen Sie Medikamente, die Ihnen dabei helfen.

3. Behalten Sie Ihr Herz im Blick

Ein unregelmäßiger Herzschlag erzeugt Blutgerinnsel im Herzen. Diese Gerinnsel wiederum können zum Gehirn wandern und einen Schlaganfall verursachen. Vorhofflimmern – eine Form von Herzrhythmusstörungen – erhöht das Risiko eines Schlaganfalls um das Fünffache. Wenn Sie bemerken, dass mit Ihrem Herzen irgendetwas nicht stimmt, suchen Sie sofort einen Arzt auf.

4. Essen Sie Lebensmittel, die gut für Sie sind

Was Sie essen hat direkten Einfluss auf Ihre Gesundheit. Eine nährstoffreiche Ernährung kann das Schlaganfallrisiko um 20 % reduzieren – zum Beispiel:

  • Süßkartoffeln
  • Rosinen
  • Bananen
  • Tomatenmark
  • Früchte
  • Gemüse
  • Geflügel
  • Fisch
  • fettarme Milchprodukte

5. Verwenden Sie immer Olivenöl

Eine Beobachtungsstudie an Erwachsenen über 65 Jahren ergab, dass die regelmäßige Verwendung von Olivenöl ihr Risiko um 40% reduzierte. Sie können es auf vielfältige Weise in Ihre Ernährung integrieren. Verwenden Sie es zum Dünsten, Braten und Backen all der im obigen Abschnitt erwähnten gesunden Lebensmittel.

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6. Im Fall einer Depression lassen Sie sich unbedingt behandeln

Wenn Sie an einer unbehandelten Depression leiden, ist ein Schlaganfall um 29% wahrscheinlicher als ohne Depression.

Der Grund ist nicht unbedingt die Depression selbst. Vielmehr ist eine Depression oft verbunden mit z.B. Rauchen, Gewichtszunahme, Bewegungsmangel, Bluthochdruck und Diabetes. Jede(r dieser Faktoren) kann Ihr Risiko erhöhen.

7. Schlafen Sie nicht zuviel

Mehr als 10 Stunden pro Nacht zu schlafen kann das Schlaganfallrisiko um bis zu 63% erhöhen. Studien deuten darauf hin, dass Langschläfer doppelt so häufig ein metabolisches Syndrom(ein link zur Erläuterung oder kurz in Klammern beschreiben) entwickeln, ein Zustand, der das Risiko von Schlaganfall, Diabetes und Herzerkrankungen erhöht. Versuchen Sie stattdessen, pro Nacht die empfohlene Zeit von 7-8 Stunden zu schlafen.

8. Verwenden Sie die FAST Methode

Bei einem Schlaganfall ist die Zeit von entscheidender Bedeutung. Wenn die Anzeichen und Symptome schnell erkannt werden, kann unter Umständen eine schwere Attacke verhindert werden. Um dies zu erreichen, verwenden Sie die FAST Methode als Gedächtnishilfe.

F – A – S – T kommt aus dem Englischen und steht dabei für Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit), außerdem ist „fast“ zu Deutsch „schnell“.

  • Face: Bitten Sie die Person zu lächeln.
    Ist das Gesicht einseitig verzogen? Das deutet auf eine Halbseitenlähmung hin.
  • Arms: Bitten Sie die Person, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen.
    Bei einer Lähmung können nicht beide Arme gehoben werden, sinken oder drehen sich.
  • Speech: Lassen Sie die Person einen einfachen Satz nachsprechen.
    Ist sie dazu nicht in der Lage oder klingt die Stimme verwaschen, liegt vermutlich eine Sprachstörung vor.
  • Time: Wählen Sie unverzüglich die 112 und schildern Sie die Symptome.

Ein Schlaganfall kann eine erschreckende Erfahrung sein. Alles zu tun, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern ist nicht nur klug, es könnte auch Ihr Leben retten. Übernehmen Sie diese acht Dinge in Ihren Alltag und verbessern Sie dadurch Ihre Chance, nie wieder einen Schlaganfall zu erleiden!

 

Haben Sie bereits einen Schlaganfall erlitten und leiden unter Sehproblemen? Hier finden Sie unseren Sehtest.

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